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Regionen - Gemeinden - Ortschaften
Schweiz - Region Martigny und Entremont
Der westliche Teil des Unterwallis umfasst die Bezirke Martigny und Entremont mit der Stadt Martigny und dem Thermalkurort Saillon im Tal der Rhone. Auf der rechten Talseite liegt die Ferienregion Ovronnaz und auf der linken Talseite die Skistation Verbier, dem westlichen Teil der 4 Vallées-Wintersportregion.
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Sowohl der Pass des Grossen St. Bernhard, wie der von 1958-1964 erbaute Strassentunnel Grosser-St.-Bernhard liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Bourg-Saint-Pierre im Bezirk Entremont. Die Strasse verbindet Martigny im Kanton Wallis mit dem italienischen Aostatal. Die Gemeinde liegt im Val d’Entremont an der Grenze zu Italien und umfasst das Dorf Bourg-Saint-Pierre und das Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard. Bourg-Saint-Pierre ist spätestens seit dem 4. Jahrhundert als Etappenort an der Passstrasse besiedelt und lebte über die Jahrhunderte stets vor allem vom Passverkehr.

Liddes liegt im Bezirk Entremont an der Strasse zum Grossen St. Bernhard Pass als zweitletztes Dorf vor der Passhöhe. Die Gemeinde besteht aus 13 Dörfern und Weilern, die sich über das Tal und an den Hängen des Val d'Entremont erstrecken. Der Boden der Gemeinde ist fruchtbar. Liddes lebte Anfang des 19. Jahrhunderts von der Land- und Forstwirtschaft. Auch heute noch hat der Agrarsektor einen Platz in der lokalen Wirtschaft mit weiteren Arbeitsplätzen im Gewerbe und im Dienstleistungssektor. Liddes ist eine Sommer- und Wintersport Destination.

Orsières ist eine Gemeinde im Bezirk Entremont an der Grenze zu Frankreich und Italien. In der Ortschaft Orsières verzweigen sich zwei Alpentäler. Das Val d’Entremont verläuft in Richtung Grosser St. Bernhard. Das Val Ferret westlich davon erstreckt sich zu den Ausläufern der Mont-Blanc-Gruppe. La Fouly ist ein Ferienort am Ende des Val Ferret. Der Ferienort Champex-Lac liegt im Westen der Gemeinde mit dem See Lac de Champex, der zwischen dem Val d'Arpette und dem Val d'Entremont liegt. Das landschaftlich wertvolle Moorgebiet westlich des Sees ist von nationaler Bedeutung.

In Sembrancher vereinigen sich die beiden Flüsse des Val de Bagnes und des Val d’Entremont, die als Dranse in die Rhone münden. Die Gemeinde liegt im Bezirk Entremont im Kanton Wallis an der Strasse zum Grossen Sankt Bernhard. Zur Gemeinde gehören neben Sembrancher die beiden Weiler Chamoille und La Garde. 2019 wurde eine genossenschafliche Anlage zur Trocknung von Bergkräutern und Heilpflanzen nach den Richtlinien von Bio Suisse in Betrieb genommen. Salbei, Pfefferminze, Melisse, Thymian und weitere Kräuter sind interessant für eine diversifizierte Landwirtschaft in den Berggebieten.

Val de Bagnes ist eine Gemeinde im Bezirk Entremont im Wallis. Der Hauptort ist Le Châble. Die Gemeinde besteht aus zahlreichen Dörfern und Weilern, wie Val de Bagnes, Bruson, Champsec, Chemin-Dessus, Cotterg, Fionnay, Le Levron, Les Morgnes, Lourtier, Medières, Mauvoisin, Montagnier, Prarreyer, Sarreyer, Vens, Verbier, Versegères Villette und Vollèges. Durch das Val de Bagnes fliesst die Dranse de Bagnes, die den Stausee Lac de Mauvoisin entwässert. Bagnes ist flächenmässig die grösste Gemeinde der Schweiz. Die Gemeinde mit dem Wintersportort Verbier ist vor allem durch den Tourismus bekannt.

Bovernier ist eine Gemeinde im Bezirk Martigny. Zur Gemeinde südlich von Martigny gehören die Siedlungen Bovernier und Les Valettes am Eingang des Val d’Entremont an der Passstrasse zum Grossen Sankt Bernhard. Die westliche Gemeindegrenze verläuft entlang der Durnand, die durch die Felsenschlucht Gorges du Durnand führt. Die Schlucht liegt an der Serpentinen reichen Strasse von Les Valettes nach Champex-Lac. Bis Ende des 19. Jahrunderts lebte Bovernier vom Weinbau und der Viehzucht. Borvernier hat heute einen hohen Pendleranteil, Wein- und Obstbau sind für viele Einwohner ein Nebenerwerb.

Fully ist ein wichtiger Weinort im Wallis auf der rechten Seite des Rhonetals im Bezirk Martigny. Die Gemeinde besteht aus 18 Dörfern und Weilern. Es sind dies Fully, Beudon, Branson, Buitonne, Châteignier, Chiboz d’en Bas, Chiboz d’en Haut, Eulo, Jeur Brûlée, Le Carre, L’Etray, Mayen Loton, Mazembroz, Planuit, Randonnaz, Saxe, Tassonières und Vers l’Église. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Rhone über den Stausee Lac Supérieur de Fully auf 2'128 m ü. M. bis hoch zum Grand Chavalard und den Dents-de-Morcles auf 2’969 m ü. M. im Norden an der Grenze zum Waadtland.

Isérables liegt auf der linken Seite des Rhonetals im Bezirk Martigny. Das Gemeindegebiet erstreckt sich oberhalb von Riddes bis auf den Pointe des Champs Ferret. Der Ort selber liegt auf rund 1'100 m ü. M. in einer aussergewöhnlich steilen Hanglage. Das Dorf war lange Zeit isoliert und nur über einen Serpentinenweg zu Fuss erreichbar. Im Jahr 1942 wurde die Seilbahn Riddes–Isérables und Mitte der 1970er Jahre ein Strassenzugang errichtet. Die Einwohnerzahl nahm bis in die 1950er zu und seither auf Grund von Abwanderung stetig ab. Bis ins 19. Jahrhundert war Isérables die Kornkammer Martignys.

Leytron besteht aus den Dörfern und Weilern Leytron-Plan, Produit, Montagnon, Les Places, Dugny, Le Four und Ovronnaz. Der Ferienort Ovronnaz, auf einer Sonnenterrasse über dem Rhonetal auf 1'350 m ü. M. gelegen, ist bekannt als Sommer- und Wintersportort und für sein Thermalbad. Die Gemeinde im Bezirk Martigny liegt auf der rechten Seite des Rhonetals auf halbem Weg zwischen Sion und Martigny. Im Norden liegen die Gipfel Dent Favre, Grand Muveran und Petit Muveran und das Quellgebiet der Salentse. Aktuell lebt die Gemeinde von seinen ausgedehnten Rebbergen, vom Handwerk und vom Tourismus.

Martigny ist eine Stadt, Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Kanton Wallis. Martigny liegt auf dem Schwemmland der Dranse am Rhoneknie. Sie besteht aus den Teilen Martigny-Ville, Martigny-Bourg, am Eingang ins Val de Bagnes, Charrat und La Bâtiaz. Zur Römerzeit war Martigny bekannt unter dem keltischen Namen Octodurus, dem römischen Name Forum Claudii Vallensium und später unter dem Namen Martiniacum, der ebenfalls römischen Ursprungs ist. Die Stadt hat heute über 20'000 Einwohner und ist ein regionales Zentrum für das Unterwallis mit zahlreichen Dienstleistungsbetrieben.

Martigny-Combe ist eine Gemeinde im Bezirk Martigny im Kanton Wallis. Die Gemeinde besteht aus mehreren Dörfern und Weilern, darunter der Hauptort La Croix, sowie Le Brocard, Le Borgeaud, Les Rappes, Le Fays und Ravoire. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Rhone-Ebene im Osten bis zum Col de la Forclaz im Westen und zu den Gipfeln des Mont-Blanc-Massivs im Süden. La Croix verdankt seinen Namen wahrscheinlich seiner Lage an der Kreuzung der beiden Routen über den Col de la Forclaz nach Frankreich und den Col du Grand-Saint-Bernard nach Italien.

Die Gemeinde Riddes liegt im Bezirk Martigny auf der linken Seite des Rhonetals und besteht aus dem Dorf Riddes in der Talebene, den Weiler Auddes, dem Ferienort La Tzoumaz in Mayens-de-Riddes, sowie Ecône. Im Süden des Gemeindegebiets am Lac des Vaux entspringt die Fare, die weiter unten in die Rhone mündet. Das Skigebiet La Tzoumaz gehört seit 2009 zur Wintersportregion 4 Vallées. Die Gemeinde lebte von der Berglandwirtschaft. Seit der Rhonekorrektur ab Mitte des 19. Jahrhunderts wird auch im Tal Landwirtschaft betrieben und mit der Bahnerschliessung kamen noch viele weitere Branchen dazu.

Saillon liegt im Bezirk Martigny auf der rechten Seite des Rhonetals. Saillon ist eine typische Weinbaugemeinde im Kanton Wallis. Auf dem Gemeindegebiet wurden Überreste eines römischen Gutshofs und anderer Bauten entdeckt. Der historische Ortskern von Saillon ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. Das Thermalbad Les Bains de Saillon bietet Wellness und Entspannung. Am Fuss einer Steilwand des Muveran-Massivs liegt der Steinbruch von Saillon, in dem bis 1926 Marmor abgebaut wurde. Dieser Marmor hatte den Ruf, der teuerste Naturwerkstein der Welt zu sein.

Das im Bezirk Martigny auf der linken Seite des Rhonetals gelegene Saxon besteht aus den Dörfern Saxon und Gottefrey, sowie weiteren Weilern und Maiensässen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Rhone bis hoch auf den Gipfel des Pierre-à-Voir auf 2'476 m ü. M. Auf einem Hügel im Tal stehen die Ruinen des Schlosses Saxon. Frühe touristische Bedeutung erlangte Saxon im 19. Jahrhundert mit einem Thermalbad und zwei Spielcasinos. Nach dem Bau der Suonen und der Entsumpfung der Rhoneebene erlebte dann die Landwirtschaft ihren Aufschwung. Bis heute werden in Saxon Aprikosen und Wein angebaut.

Die Gemeinde Trient im Bezirk Martigny liegt im oberen Trienttal am Fuss des Mont-Blanc-Massivs. Die Gemeinde bildet die Verbindung vom Rhonetal zum Chamonix-Tal in Frankreich. Trient ist auf der Strasse über den Col de la Forclaz erreichbar, der von Martigny nach Chamonix führt. Die grossflächige Gemeinde umfasst 22 Weiler und zählt dabei gerade einmal rund 160 Einwohner. Trient lebte von der Viehwirtschaft und von der Eisgewinnung aus dem Trientgletscher. Um die Wende des 19. Jahrhunderts erlebte der Tourismus kurzfristig eine Blütezeit. Heute leben in Trient hauptsächlich Pendler.
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